Daily life

Altherkömmliche-topmoderne Schreibagenda

«Du hast noch eine Papieragenda?» fragen mich viele erstaunt.

«Ja, denn jeder schreibt mit seinem Leben Geschichte.»

«Das würde ich mir nicht mehr antun. Seit wir alle Termine auf dem Handy haben, haben wir viel weniger Stress.»

Diese und ähnliche Aussagen habe ich schon öfters gehört. Und ja, ich bleibe bei der Papiervariante, auch wenn meine Ausgabe ziemlich handtaschenunfreundlich ist. Aber sie ist eben nicht nur eine Agenda, sondern zugleich auch Tagebuch, Ideensammler, Lebenszeuge und nicht zuletzt auf die speziellen Bedürfnisse von Schriftstellern zugeschnitten.

Die Vorstellung, dass dies vielleicht meine Enkel oder Urenkel einmal lesen werden und sich nicht nur ein Bild von mir sondern auch von meiner Zeit machen können, lässt mich treu weiter am Papier festhalten.

Sie hat Seiten zur optimalen Planung, enthält aber auch Seiten, in denen ich tägliche Gedanken aufschreiben kann.

Am Ende jeden Monats kann man Fragen beantworten, die einem helfen zu reflektieren, seine Prioritäten zu ordnen und sich sein Leben somit stressfreier und dennoch effizienter zu gestalten.

All dies geht bei einem Handy verloren – es sei denn man schreibt Tagebuch. Wer macht das heute noch? In meinen Recherchen stosse ich immer wieder mal auf Tagebücher. Sie sind für mich die wertvollsten Zeitzeugen einer Zeit. Man kann so viel mehr nachvollziehen, wie die Menschen damals dachten oder wie ihre Sicht der Welt war.

Aber ich schweife ab. Die Agenda habe ich als PDF-Format hier gekauft und ausgedruckt. Und ja, die mittleren Seiten habe ich selber kreiert, da sie mir so besser dienen. Zuerst war ich traurig, dass ich die gebundene Ausgabe nicht bestellen konnte (Auslieferung wäre zu teuer gewesen), aber nun bin ich ganz froh. Es hat zwar drei Tage gedauert, aber nun habe ich eine Agenda in meiner gewünschten Grösse und mit meinem persönlichen Touch.