Spoiler Alarm!, Vorschau

„Was wäre, wenn…“

Sorgfältig mache ich mir aus meiner Decke eine Höhle. Sie muss gross sein und dicht genug, damit meine Eltern das Licht meiner Taschenlampe nicht sehen können und denken, dass ich schlafe. Ich greife zu meiner Schachtel und packe aus. Tiere, Zäune, Bäume. Was wäre wenn…

Diese kleine Begebenheit spielte ich immer wieder, wenn ich als kleines Mädchen nicht schlafen konnte. Seit ich denken kann, male ich mir Geschichten aus. (By the way: Wer kennt sie noch, die kleinen Holzspielsachen vom Volg?! Der Zaun war so gross wie ein Streichholz, ein Baum vielleicht 1cm gross. Leider habe ich keine Bilder gefunden. Muss jetzt an die 35 Jahre her sein…)

Die Frage „was wäre, wenn…“ ist die Grundlage jeder Geschichte, jeden Traumes, jeder Erfindung, jeder grossen Tat – und jeder Sorge. (Und ja, ich weiss, dass man diese Frage auch aus Verzweiflung und Reue stellen kann, aber das meine ich nicht).
In meinem Roman habe ich mir die Frage gestellt: Was wäre, wenn es möglich wäre, durch die Zeit in die Vergangenheit zu reisen?
So treten meine Helden, Edward, ein Gangleader aus London und Anna eine Medizinstudentin aus Frankreich eine – zugegeben unfreiwillige – Reise in die Vergangenheit an. Malta 1565