Spoiler Alarm!, Vorschau

„Es war einmal…“

Ich stehe mit der Hand auf dem Türgriff da. Die Reste des Geruchs nach gebratenen Fisch treten in den Hintergrund, der Lärm spielender Kinder ebbt ab und die kalten Platten unter meinen Füssen nehme ich nicht mehr wahr. Nur das Rauschen meines Blutes in den Ohren und das Pochen meines Herzens. Wenn ich durch diese Türe gehe, dann ändert sich alles. Oder nichts.

Meine Hand ist schweissnass und krallt sich am goldenen Türknauf fest. Soll ich oder soll ich nicht? Wenn ich durch dieses Türe trete, dann betrete ich eine andere Welt. Eine Welt, deren Gesetze ich nicht kenne. Eine Welt, in der ich keinen anderen Menschen kenne. Eine Welt der tiefsten Abgründe und der höchsten Höhen. Soll ich? Ich schliesse die Augen, nehme tief Luft und öffne die Türe.

So oder so ähnlich fühle ich mich, wenn ich ein Buch beginne.
In meinem ersten Roman „Schwert der Hoffnung“ , der im Juni im Francke Verlag erscheinen wird, öffnet sich die Türe in die Vergangenheit. Malta 1565.
Eine fremde Welt. Eine Welt, in der es um Leben und Tod geht, um Liebe und Hingabe – um alles oder nichts.